Internationale Studie unter Millenials Schwerpunkt GroKo und Arbeit 4.0

Die „Millenials“ haben laut einer internationalen Studie keine Angst vor der Zukunft

Roboter werden mehr Jobs schaffen als zerstören

Junge Menschen sind optimistisch, was den zukünftigen Einfluss von Robotern und künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt angeht. Laut einer weltweiten Umfrage glaubt die große Mehrheit, dass mehr Jobs geschaffen als zerstört werden. Trotz wiederkehrender Berichte und Warnungen, dass die Einführung von Robotern und künstlicher Intelligenz (KI) am Arbeitsplatz – vom Kundenservice bis zu Bankgeschäften – Jobs kosten könnte, haben die „Millenials“ keine Angst vor der Zukunft.

Laut einer globalen Umfrage des Weltwirtschaftsforums glaubt eine große Mehrheit (79 %) der 18- bis 35-Jährigen, dass neue Technologien mehr Arbeitsplätze schaffen werden, als sie zerstören. Allerdings gab auch fast die Hälfte der Befragten an, dass es für Menschen ohne technisch-digitale Bildung und Fähigkeiten schwieriger werden wird, Arbeit zu finden. Für die jährliche Global-Shapers-Umfrage waren mehr als 31.000 Menschen aus 186 Ländern befragt worden.

Nach Angaben der Europäischen Kommission haben zwei Fünftel der EU-Arbeiter keine oder nur begrenzte digitale Skills. Trotz weiterhin hoher Arbeitslosigkeit könnten daher in der europäischen IT-Branche im Jahr 2020 bis zu 756.000 Stellen möglicherweise nicht besetzt werden.

Der Optimismus der Generation, die die Auswirkungen der sogenannten vierten indus­triellen Revolution am meisten spüren wird, steht in starkem Kontrast zu Berichten und Meinungspapieren von Experten und Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds, der Universität Oxford und dem Weltwirtschaftsforum selbst. Laut Umfrage erwarten die jungen Menschen, dass die Gesundheits-, Bildungs- und Grundstoffindus­trien am meisten von neuen technologischen Entwicklungen profitieren werden.

Dieser Optimismus bedeutet jedoch nicht, dass die Millenials Roboter ausschließlich positiv bewerten: Etwas mehr als die Hälfte möchte gewisse Entscheidungen nicht einer Maschine überlassen. Fast genauso viele wollen keine Sonderrechte für menschenähnliche Roboter. Insgesamt nannten die ­Befragten Roboter und KI als wichtigsten und größten Technologie-Trend (45 %), gefolgt vom Internet der Dinge (23 %) und maschinellem Lernen (13 %).

Auf globaler Ebene wurde wie im Vorjahr der Klimawandel als dringendstes Problem genannt (45 %), gefolgt von bewaffneten und religiösen Konflikten. Die USA bleiben das Land, in dem die meisten Millenials eine Karriere verwirklichen wollen, gefolgt von Kanada. In Europa werden Großbri-tannien (9,6 % der Befragten) und Deutschland (8 %) als attraktivste Jobmärkte angesehen. 

mü/Euractiv


Bildquelle: © Pixabay / Free-Photos

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